Home Tomatenanbau Wie viel Licht und Sonne/Sonnenstunden brauchen Tomaten?

Wie viel Licht und Sonne/Sonnenstunden brauchen Tomaten?

von Jana
Tomaten brauchen wieviel Licht

Kurz und knapp – je mehr Wärme umso besser. Direkt Sonne hingegen braucht es gar nicht so viel, um reichhaltig zu ernten. Vielmehr kommt es auf die richtige Menge an Wärme und Licht an. Da sich der perfekte Platz mit durchgehender Helligkeit und gemäßigter Sonneneinstrahlung nur schwerlich findet, gibt es insgesamt einiges zu beachten, wenn Tomatenpflanzen das Beste aus sich herausholen sollen.

Während der Keimung

Tomatenpflanzen werden meist vorgezogen. Um starke Keimlinge zu bekommen, ist eine ausreichende Menge an Licht unerlässlich. Es empfiehlt sich, die Anzuchtschale in einer Fensterbank zu deponieren, die möglichst in südliche Richtung zeigt. Zum Keimen benötigt der Samen eine Temperatur von mindestens 20 Grad. Gibt die Sonneneinstrahlung im März das noch nicht her, hilft die Heizung. Sobald sich das erste Grün zeigt, reichen 16 Grad. Auch genügend Licht ist nicht immer gewährleistet, hier schafft eine Tageslichtlampe Abhilfe.

Junge Tomaten

Damit die kleine Pflanze gut gedeiht, sind weiterhin viel Licht und mäßige Wärme wichtig. Ansonsten vergellt die Pflanze schnell. Vergellen heißt, dass der Wuchs zu schnell in die Höhe geht und die Pflanze später umzukippen droht. Passiert dies nicht, droht trotzdem ein schwaches Gewächs samt Ernteeinbuße. Zu viele Sonnenstunden verkraftet die Jungpflanze noch nicht. Das Wurzelwerk kann noch nicht viel Wasser aufnehmen und die Pflanze wurde eingehen. Zwei bis drei Stunden direkte Sonne sind ausreichend.

Tomaten Jungpflanzen

Tomaten und Vollsonne

Tomaten in der prallen Sonne

Die Tomate stammt aus Südamerika. Sie liebt Wärme. Wer seine Tomatenpflanzen ins Freiland setzt und einen Standort wählen kann, den die Sonnenstrahlen ganztags erreichen, kann sich glücklich schätzen.

Einige Punkte müssen jedoch beachtet werden:

  • nicht in direkte Nachbarschaft zu anderen Nachtschattengewächsen pflanzen
  • nicht zu dicht setzen
  • auf humusreichen, leichten Boden achten
  • Sonnenschutz

Richtig gießen

Um die Pflanze gesund zu erhalten, muss eine Ansteckung mit Pilzen oder Viren anderer Nachtschattengewächse zu vermieden werden. Kartoffeln und Paprika gehören dazu. Regen schadet dem Gewächs nicht. Um ein zügiges Abtrocknen der Blätter zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die Tomaten nicht zu dicht stehen. Sind sie zu lange feucht, droht von dieser Seite ein Pilzbefall.


Der richtige Boden ist notwendig, um den Abfluss von Wasser zu garantieren. Staunässe fördert Wurzelerkrankungen. Junge Pflanzen drohen während einer Hitzeperiode einzugehen, da die Wurzeln noch nicht voll ausgewachsen sind. Blättern der älteren Pflanze droht Sonnenbrand, zu erkennen an hellgrünem Laub. Später können auch die Früchte betroffen sein.

Tomatenpflanzen richtig gießen

Ein Sonnenschirm, zum Beispiel, leistet gute Dienste, zur Vermeidung zu großer Hitzeeinstrahlung. Last but not least gilt es, die Pflanzen stets am frühen Morgen oder abends zu wässern. Zu hohe Temperaturen beim notwendigen Nass werden so vermieden.

Halbschatten

Der Garten im Halbschatten

Wohl die meisten Gärten können nicht mit ganztägiger Sonne aufwarten. Den Liebesapfel stört das nicht, solange die oben beschrieben Punkte in Sachen Nachbarn und Boden gegeben sind.

Des Weiteren wichtig ist:

  • Pflanzabstand beachten
  • Ausgeizen nicht vergessen
  • Wassermenge reduzieren
  • regelmäßig auf Befall achten

Außentemperatur

Außentemperatur im Blick behalten

Etwas mehr auf den Pflanzabstand sollte aufgepasst werden und das Ausgeizen wird dringender, je mehr Schatten auf das Gewächs fällt. Das Abtrocknen der Blätter dauert im Schatten länger. Auf die Sonnenstunden an sich kommt es gar nicht so sehr an. Wichtiger ist die Temperatur. Der Wasserbedarf reduziert ich entsprechend der Sonnenstunden.

Bekommen die Pflanzen zu viel Wasser faulen, im schlimmsten Fall, die Wurzeln. Verdunstung kann zu Pilzbefall führen. Da die Tomate Kälte gar nicht gut verträgt, sollte das Ausbringen ins Beet ein paar Tage nach hinten verschoben werden, wenn zu befürchten ist, dass die Nächte oder Tage kalt bleiben.

Gewächshaus

Tomaten im Gewächshaus

Im Grunde gelten für das Ziehen der Tomate im Gewächshaus die gleichen Kriterien, wie beim Anbau im Freiland.

Besonderes Augenmerk muss nur auf zwei Dinge gelegt werden:

  • Temperatur
  • Belüftung

Unter Folie oder Glas steigt die Temperatur innerhalb des Gewächshauses, besonders in den Hochsommermonaten Juli und August, schnell an. Was im Frühjahr von Vorteil war, kann nun schaden. Hitze lässt den Wasserbedarf steigen, was wiederum zu erhöhter Verdunstung führt. Ein hoher Verdunstungsgrad bewirkt feuchte Blätter und steigert das Risiko eines Pilzbefalls.

Tomaten im Gewächshaus

Dementsprechend muss auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden. Bei trockenem Wetter sind zwei Stunden mindestens vonnöten. Gewächshäuser aus Glas sollten bei großer Hitze dort, wo die Tomaten stehen einen Sonnenschutz erhalten, um Schäden durch Sonnenbrand vorzubeugen.

Balkon

Tomatenpflanzen auf dem Balkon

Die Tomate gedeiht auch im Topf, auf dem Balkon hervorragend. Ein echter Vorteil, bei Pflanzen im Topf ist, dass sie im Fall der Fälle schnell umgestellt sind.

Wert legt die Tomate hier, wie im Freiland auf das richtige Maß an:

  • Sonnenstunden
  • Wärme
  • Wasser

Wer seinen Balkon nach Süden ausgerichtet hat und einen sonnengeschützten Standort findet – Markise oder Dachsvorsprung – wird wenig Arbeit mit der Pflanze haben.  Je höher Balkone liegen, umso schattiger sollte das Gewächs stehen, da sich die Sonneneinstrahlung erhöht. Einzig auf die Bewässerung sollte besonders geachtet werden.

In Kübel oder Topf hat die Pflanze einen leicht höheren Wasserbedarf, als im Freiland, da die Wurzel nur auf ein begrenztes Areal an feuchter Erde zurückgreifen kann. Zu viel Wasser allerdings fördert Krankheiten. Zudem kann es nötig werden, die Düngung anzupassen. Hier entwickelt der Hobbygärtner mit der Zeit ein Gefühl für.

Tomatenpflanze auf dem Balkon

Bei Balkonen mit anderer Ausrichtung ist es ein leichtes, seine Tomaten schattiger zu stellen oder der Sonne “hinterher zu tragen” – je nach Wetterlage. Hat die Tomatenpflanze drei Stunden Sonne am Tag, ist sie zufrieden.

Ausnahme

Die berühmte Ausnahme von der Regel

Buschtomaten erweisen sich als viel robuster, als ihre hochwüchsigen Geschwister. Besonders die kultivierten Wildtomaten trotzen Regen und Sonnenschein. Der perfekt vorbereitete Boden ist ihnen auch weniger wichtig. Ausgeizen und Erziehen entfallen. Einzig Platz brauchen diese Tomatenpflanzen.

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