Tomaten pikieren

Viele Tomatengärtner halten das Pikieren für unnötig. Sie pflanzen nur die kleinen Pflänzchen aus, die ihnen optisch am vielversprechendsten erscheinen und haben damit sogar meist Erfolg.

Andere wiederum bevorzugen das Pikieren. Dazu wird ein Skalpell verwendet oder ein spezieller Pikierstab, der aber auch durch einen alten Kugelschreiber ersetzt werden kann. Dann sollte aber die Mine entfernt werden, damit keine giftige Tinte an die Pflanzen gelangen kann.

Von der Aussaat bis zum Pikieren vergehen rund drei Wochen. Der richtige Zeitpunkt zum Tomatenpikieren ist gekommen, wenn das erste richtige Blattpaar ausgebildet ist. Vor dem Pikieren sollten die Pflanzen noch einmal gut gegossen werden, was rund zwei bis drei Stunden vorher geschehen sollte. Ansonsten kann es passieren, dass sie welken.

Nun werden die Tomatenpflanzen aus dem Aussaatgefäß genommen und vereinzelt. Die Wurzeln dürfen dabei nicht verletzt werden, allerdings werden zu lange Wurzeln doch etwas gekürzt.

Als ideale Länge gelten zwei Zentimeter. Der Sinn des Kürzens besteht darin, das Wachstum der Wurzeln anzuregen. Nun werden die vereinzelten Pflanzen in Pikiererde gepflanzt. Die nächsten zwei bis drei Tage dürfen sie nicht in die volle Sonne, da sie sonst welken.

Nach den Tagen ohne Sonne dürfen die Pflanzen wieder etwas Sonne bekommen, allerdings sollten sie nicht an einem Südfenster stehen. Hier ist es gerade um die Mittagszeit viel zu heiß, die kleinen Wurzeln können noch nicht so viel Wasser aufnehmen, wie die Pflanze benötigen würde.

Die Folge der hohen Verdunstung durch zu starke Sonneneinstrahlung und der geringen Wasseraufnahme der Pflanzen ist das Welken und Absterben.

Allzu viel sollten die Pflanzen auch nach dem Pikieren nicht gegossen werden, ein Einsprühen mit Wasser ist sinnvoller und besser dosierbar.

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