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Was sind passierte Tomaten? Infos + Rezept zum selber machen

von Tomaten Team
Tomaten passieren

Nahezu jede Tomatensauce besteht aus passierten Tomaten. Wenn Sie gerade keine Dose, Glas oder Tetra-Pak mit fertigen passierten Tomaten zur Hand haben, können Sie diese auch selber herstellen. Hier erfahren Sie, wie es geht und was mit den Tomaten passiert, wenn man sie passiert.

Eigentlich sind passierte Tomaten „nur“ ein Tomatenmus. Bei der Herstellung werden meist geschälte und vorgekochte Tomaten durch ein Sieb gedrückt. Feststoffe werden so zurückgehalten und nur die Flüssigkeit und das zerdrückte Fruchtfleisch passieren die Gitterstruktur. Der Brei, der unten aus dem Sieb herauskommt und aufgefangen wird, ist dann schon “passierte Tomaten” – fertig zum Verzehr. Da 100 gr reifer Tomaten nur 18 kcal (Kalorien) haben – 500 ml Tomatensuppe aus reiner passierter Tomaten = 90 kcal – ist sie perfekt für alle, die sich bewusst und gesund ernähren wollen.

Rezept

Verwenden Sie am besten besonders mehlige und fleischige Tomatensorten z.B. Roma, Kochtomaten oder Fleischtomaten. Cocktailtomaten sind ungeeignet, da sie sehr viel Flüssigkeit und wenig Fruchtfleisch enthalten.

Sie benötigen für passierte Tomaten:

  • Messer
  • Schneidebrett
  • Löffel
  • Wasserkocher
  • Topf
  • Passiermühle „flotte Lotte“, Sieb oder Pürierstab
  • Schüsseln
  • Eiswasser

Blanchieren / Schälen

Um die Tomaten besser pürieren zu können, sollten diese vorher geschält werden.

Am einfachsten geht das so:

  • Wasser im Wasserkocher erhitzen
  • Schüssel mit Wasser und Eiswürfeln füllen
  • Abgewaschene Tomaten mit dem Messer auf der Unterseite in X-Form anschneiden
  • Tomaten in Topf legen und mit heißem Wasser übergießen
  • Nach ein paar Minuten die Tomaten (Achtung heiß!!!) kurz in das Eiswasser legen
  • Nun lässt sich die Haut leicht mit einem Messer abziehen

Schneiden/Entkernen

Die fertig geschälten Tomaten werden nun geviertelt und der Strunk wird entfernt. Die Kerne und das „flüssige“ Innenleben mit dem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch muss jetzt noch in Stücke geschnitten und kann anschließend weiterverarbeitet werden.

Tomaten blanchieren

Tipp: Wenn das Fruchtfleisch der Tomate noch zu fest ist, kann man es noch einmal im heißen Wasser ziehen lassen, damit es weicher wird und sich so besser durch das Passiersieb drücken lässt.


Passieren

Stellen Sie das Passiersieb auf die Schüssel. Geben Sie die Tomatenstücke in das Sieb oder die Flotte Lotte und drehen Sie die Kurbel bis der komplette Inhalt durch das Sieb passiert wurde.

Tipp: Ein Küchensieb mit Metalgitter und ein Holzlöffel funktionieren auch, sind aber viel zeit- und kraftaufwendiger.

Pürieren

Wenn Sie kein Passiersieb (oder ein vergleichbares Gerät) besitzen oder sich ausborgen können, helfen auch der Pürierstab, bzw. die Küchenmaschine weiter. Die kleingeschnittenen Tomatenstücke in ein Gefäß geben und dann klein pürieren oder mit dem Häckselaufsatz in der Küchenmaschine zu einem feinen Püree zerkleinern.

Tomaten passieren pürieren

Tomatenmus konservieren

Wenn Sie das fertige Tomatenpüree nicht gleich in eine leckere tomatige Nudelsauce verarbeiten können oder wollen, haben sie noch die Möglichkeit es zu konservieren. Dies kann pur geschehen oder Sie würzen die passierte Tomate schon vorher.

Tipp: Mit Pfeffer, Salz, Oregano, Basilikum, Knoblauch und etwas Honig (um die Säure zu mildern) lässt sich sehr schnell und einfach eine leckere Tomatensauce zaubern.

Einkochen

  • Passierte Tomate in steriles Einweg-Glas geben
  • Glas in heißes Wasserbad stellen
  • Einkochglas verschließen und abkühlen lassen

Einfrieren

  • Die passierte Tomate abkühlen lassen
  • In Dose oder Gefrierbeutel füllen
  • In Gefriertruhe, Gefrierschrank oder Eisfach legen
  • Bei Bedarf wieder auftauen, erhitzen und verarbeiten

Passierte Tomate

Da es in jedem Supermarkt und Discounter sehr günstige fertige passierte Tomate gibt (auch oft schon verzehrfertig gewürzt), lohnt sich das selbstpassieren nur, wenn sie eine sehr große Tomatenernte haben und die Tomaten nicht verkaufen, verschenken oder anders verarbeiten können.

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