Home Tomatenanbau Wer frisst meine Tomaten? | Diese Tiere nagen an Tomatenpflanzen

Wer frisst meine Tomaten? | Diese Tiere nagen an Tomatenpflanzen

von Marc
Schnecke im Garten

Im Freiland kultivierte Tomaten laden oft zur unerlaubten Selbstbedienung ein. Denn nicht nur Menschen, sondern auch zahlreiche tierische Gourmets erfreuen sich an den roten Früchten. Wir verraten Ihnen, welche Tiere besonders gerne an den Tomaten knabbern und wie sich diese auf möglichst natürliche Weise fernhalten lassen.

Schnecken

Schnecken machen sich gerne an den unterschiedlichsten Gartenpflanzen zu schaffen, so auch an Tomaten. Betroffen sind vor allem geschwächte Jungpflanzen, aber auch vor den Früchten machen Schnecken nicht halt. Diese fressen sie mit Vorliebe und höhlen sie sogar regelrecht aus. Schnecken sind jedoch zugleich sehr nützlich, denn ihr Sekret ist gut für das Bodenleben. Um die Schädlinge von den Tomaten fernzuhalten, ihnen jedoch nicht zu schaden, können Hobbygärtner wie folgt vorgehen:

  • Beet frei von Unterwuchs halten
  • Tomaten nicht zu stark düngen
  • Tiere morgens absammeln und woanders absetzen
  • zerkleinerte Eierschalen verstreuen

Hinweis: Durch übermäßiges Düngen werden die Tomatenblätter weicher und zugleich für Schnecken leicht verdaulicher.

Vögel

AmselVögel haben sich als äußerst nützlich in der Schädlingsbekämpfung bewährt, denn sie fressen zahlreiche Insekten. Allerdings machen die gefiederten sich oftmals selbst an Gartenpflanzen zu schaffen und knabbern an Tomaten. Häufig sind Vögel einfach nur durstig und versuchen durch die wasserhaltigen Früchte ihren Durst zu stillen. Dennoch ist es natürlich nicht wünschenswert, dass sie die Tomaten anknabbern, weshalb sie am besten wie folgt von den Tomaten ferngehalten werden:

  • Schüssel Wasser zwischen Stauden auslegen
  • Gemüseschutznetz aufstellen

Waschbären

Waschbären dringen immer häufiger in bewohnte Gebiete vor und machen sich in hiesigen Gärten breit. Oftmals werden sie von Kompost und Leckereien in Mülltonnen angelockt, sodass sie sich in Gärten und Scheunen einnisten. Wenngleich Waschbären durchaus niedlich aussehen, sind sie dennoch wilde und vor allem aggressive Raubtiere. Hinzu kommt, dass sie etliche Krankheiten, wie beispielsweise Tollwut und Staupe, sowie Parasiten übertragen. Wer sich selbst und seine Haustiere, aber auch seine Tomaten schützen möchte, sollte den Garten möglichst unattraktiv für Waschbären gestalten:

  • Kompost abdecken
  • Mülltonnen regelmäßig reinigen und leeren
  • Mülltonnen verschließen
  • Nahrungsmittel doppelt verpacken, um Geruch einzudämmen
  • Waschbären nicht füttern!

Hinweis: Es ist gesetzlich verboten, tödliche Fallen gegen Waschbären einzusetzen. Ebenfalls ist es nicht erlaubt, sie lebendig zu fangen und an einer anderen Stelle wieder auszusetzen.

Eichhörnchen

EichhörnchenEichhörnchen sind tagsüber aktiv und fressen bevorzugt Wurzeln sowie Samen und Nüsse. Allerdings wissen die kleinen Nager auch Tomaten zu schätzen und knabbern diese mit Vorliebe an. Die Eichhörnchen knabbern meist nur eine Seite der Tomate an und hinterlassen ein mittleres bis großes Loch in der Frucht. Um die kleinen Nager von den Tomatenpflanzen fernzuhalten, haben sich folgende Hilfsmittel bewährt:

  • Windspiele
  • Windräder
  • Schüssel mit Wasser auf der anderen Gartenseite platzieren

Hinweis: Eichhörnchen sind tagaktiv und knabbern die Früchte dementsprechend tagsüber an. Sind die Fraßspuren an Tomaten jedoch nachts entstanden, haben es sich andere Eindringlinge gut schmecken lassen.

Asseln

Asseln sind auch unter dem Namen “Kellerasseln” bekannt und weit verbreitet. Typisch für die rund zwei Zentimeter langen Tierchen ist, dass sie sich bei drohender Gefahr einrollen. Im Garten haben sich die Krebstiere als äußerst nützlich erwiesen, denn sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenresten und unterstützen somit die wertvolle Humusbildung. Ist jedoch nicht genügend totes Pflanzmaterial vorhanden, machen sie sich auch gerne an frischen Trieben und Blättern zu schaffen. Wenn die Krebstiere in Massen auftreten und die Tomatenpflanzen beschädigen, können die Pflanzen wie folgt geschützt werden:

  • künstlich angelegte Unterschlüpfe aufstellen – z.B.: Blumentöpfe, angefeuchtete Holzwolle & Köder hineingeben
  • z.B.: ausgehöhlte Kartoffeln, halbierte Möhren – Asseln am Folgetag aufsammeln und davontragen

Hinweis: Kellerasseln haben eine Vielzahl von natürlichen Feinden, wie Igel, Kröten, Laubfrösche und diverse Vogelarten.

Raupen und Falter

grüne Raupe an einer TomatenpflanzeSchmetterlinge und Falter sind im Garten besonders häufig anzutreffen und stören grundsätzlich auch nicht. Allerdings machen sich ihre Raupen an vielen Gartenpflanzen zu schaffen und knabbern auch gerne Tomatenfrüchte an. Insbesondere die Raupen der Gemüseeule hinterlassen oft Fraßspuren an Tomaten, wobei dies meistens in Gewächshäusern der Fall ist. Dort lassen sich die Raupen ziemlich effektiv mit Pheromonfallen bekämpfen. Im Garten bzw. im Freiland sind die Duftfallen hingegen nicht empfehlenswert, da sie nur weitere Falter anlocken würden. Allerdings gibt es auch für den Garten bewährte Bekämpfungsmethoden:


  • Raupen früh morgens absammeln
  • natürliche Fressfeinde einsetzen
  • z.B.: Raubwanze (Macrolophus pygmaeus)
  • engmaschiges Insektennetz um das Beet spannen

Mäuse

Haus- und Gartenbesitzer treffen sehr häufig auf Mäuse, wobei hier grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden wird. Hausmäuse nisten sich hauptsächlich im Inneren von Gebäuden ein, während Spitz- und Wühlmäuse vorzugsweise im Garten anzutreffen sind. Für das Gemüsebeet stellen jedoch hauptsächlich Wühlmäuse eine Gefahr dar, denn die Nager wühlen sich mit Vorliebe durch die Erde und nagen an den Pflanzwurzeln. Allerdings machen sie auch nicht vor Früchten Halt und fressen mitunter sogar Tomaten. Die unerwünschten Nager können jedoch mit stark riechenden Substanzen von den Tomatenpflanzen ferngehalten werden:

  • Holunder
  • Zypresse
  • Knoblauch
  • Kräuteröle
  • Thujenzweige

Hinweis: Wühlmäuse haben zahlreiche natürliche Feinde, wie Füchse, Marder, Eulen und Mauswiesel.

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