Home Welt der Tomaten Kreuzallergie mit Tomaten | Tabelle mit 5 Kreuzallergien

Kreuzallergie mit Tomaten | Tabelle mit 5 Kreuzallergien

von Marc

Viele Menschen reagieren allergisch auf Tomaten, doch nicht immer sind die roten Früchte per se der Auslöser für die Beschwerden. Denn oftmals lassen sich die allergischen Symptome auf eine Kreuzallergie zurückführen. Betroffen sind vor allem Personen mit Heuschnupfen, welche auch beim Verzehr von Tomaten allergisch reagieren können. Warum das so ist und welche Allergien im Zusammenhang mit Tomaten stehen, erfahren Sie nun in diesem Beitrag!

Symptome einer Kreuzallergie

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem allergisch auf bestimmte Stoffe und stuft diese als Gefahr für den Organismus ein. Anstatt diese Stoffe als harmlos zu erkennen, werden diese beispielsweise als Viren oder Bakterien wahrgenommen. Infolgedessen versucht der Organismus diese Stoffe abzuwehren, was sich wiederum in unterschiedlichen allergischen Symptomen äußert. Diese sind im Grunde identisch mit den Symptomen einer “echten” Allergie, verlaufen jedoch meist milder. Neben Kribbeln und Jucken im Mundbereich können unter anderem folgende Beschwerden dabei auftreten:

  • Anschwellen der Lippen und/oder der Schleimhäute
  • Kreislaufprobleme
  • Hautreaktionen bzw. -reizungen
  • laufende Nase
  • chronische Gastritis
  • allergischer Schock

Hinweis: Die Symptome einer Kreuzallergie können durch Stressbelastung und Alkoholkonsum verstärkt werden!

Kreuzallergie mit Tomaten

Kleinkinder können auch gegen Tomaten allergisch seinEine Kreuzallergie ist in der Regel die Folge einer bereits bestehenden Allergie, bei der der Organismus auf bestimmte Proteine allergisch reagiert. Denn viele Proteine haben eine ähnliche Struktur, welche vom Organismus jedoch nicht unterschieden werden kann. Tomaten enthalten beispielsweise Proteine, welche dem Hauptallergen aus Birkenpollen sehr ähnlich sind. Deshalb können Birkenallergiker durchaus allergisch auf Pollen reagieren, obwohl sie eigentlich keine Tomatenallergie haben. Doch nicht nur bei Birken ist Vorsicht geboten, denn zahlreiche andere Lebensmittel und Pflanzen können allergische Symptome hervorrufen:

Beifuß

Der Beifuß ist ein Korbblütler, welcher zwischen Juni und September blüht und als eine der aggressivsten Allergien gegen Pollen gilt. Zu den typischen Beschwerden zählen unter anderem Rötungen und Nesselsucht. Für Beifuß-Allergiker stellt jedoch nicht nur die Blütezeit eine Herausforderung dar, denn Beifuß ist für seine zahlreichen Kreuzallergien bekannt:

  • Tomaten
  • Paprika
  • Kartoffeln
  • Äpfel
  • Karotten

Birke

BirkenViele Pollenallergiker reagieren auf Birkenpollen allergisch, genauer gesagt auf das Hauptallergen Bet v 1. Dieses ähnelt sich in der Struktur sehr stark dem Hauptallergen von Tomaten (Sola l 4), weshalb Birkenallergiker oftmals empfindlich auf die roten Früchte reagieren. Dieses Allergen ist jedoch nicht in allen Tomatensorten in der gleichen Menge enthalten, wie Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden haben. Hierbei haben sie 23 Tomatensorten auf das Protein Sola l 4 untersucht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

  • geringster Gehalt: Rugantino und Rhianna
  • höchster Gehalt: Farbini und Bambello

Hinweis: In der Studie wurde zudem untersucht, ob das Trocknen von Tomaten Einfluss auf das allergieauslösende Eiweiß hat. Herausgekommen ist, dass Tomatenallergene empfindlich gegen Hitze sind. Getrocknete Tomaten weisen demnach ein geringeres Allergierisiko auf.

Gräser

Gräser mit SchneckeEine Allergie auf Gräser tritt oftmals in Kombination mit einer Kreuzallergie zu unterschiedlichen Grassorten und Getreidearten auf. Ebenso treten oftmals allergische Reaktionen bei Hülsenfrüchten auf, wobei vor allem Bohnen, Erbsen, Erdnüsse, Linsen und Soja als allergieauslösend gelten. Bei einer Allergie auf Gräser können jedoch auch Beschwerden beim Genuss von unterschiedlichen Lebensmitteln auftreten:

  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Spinat
  • Kiwi
  • Wassermelonen

Kautschuk/Naturlatex

Silikonnuckel für LatexallergieNeben Pollen und Gräser kann auch Naturlatex zu Allergien und Kreuzallergien führen. Es wird geschätzt, dass rund 30 bis 40 Prozent aller Latexallergiker auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagieren. Denn viele Nahrungsmittel enthalten Proteine, welche den allergieauslösenden Proteinen im Latex sehr ähneln und teilweise sogar gleichen. Dieses Phänomen hat sogar einen Namen, nämlich “Latex-Frucht-Syndrom”. Wer auf Latex allergisch reagiert sollte demnach auch beim Genuss von folgenden Nahrungsmitteln vorsichtig sein:


  • Ananas
  • Avocado
  • Kartoffel
  • Kiwi
  • Paprika
  • Tomate
  • Walnuss

Ambrosia

Ambrosia artemisiifolia, Beifußblättriges TraubenkrautAmbrosia ist auch unter dem Namen Traubenkraut bekannt und ebenfalls ein häufiger Allergieauslöser. In seltenen Fällen kann eine Ambrosia-Allergie auch zu Beschwerden beim Genuss von Tomaten führen. Häufiger ist jedoch eine allergische Reaktion auf Bananen und diverse Melonensorten, weshalb die Kreuzallergie auch “Ambrosia-Bananen-Melonen-Syndrom” genannt wird. Besonders häufig tritt diese bei den folgenden Nahrungsmitteln auf:

  • Banane
  • Gurke
  • Honigmelone
  • Wassermelone
  • Zucchini

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