Home Tomatenanbau Tomaten im Topf und Kübel: Wie viel Erde/Substrat sie brauchen?

Tomaten im Topf und Kübel: Wie viel Erde/Substrat sie brauchen?

von Jana
Tomaten im Topf

Der Tomatenanbau gelingt nicht nur im Treibhaus oder Garten. Auch im Kübel oder großen Blumentöpfen können köstliche Tomaten aus eigener Ernte genossen werden. Für prächtiges Gedeihen bedarf es ähnlich wie bei der Tomatenkultur im Hochbeet keiner intensiven Pflege. Vielmehr kommt es  neben dem sonnigen Standort auch auf das richtige Pflanzsubstrat an. Folgende Tipps zur richtigen Menge Erde für den Pflanzkübel haben sich bewährt.

Im Topf oder Kübel

Tomaten im Topf auf Balkon anbauen

Auf dem Balkon können bis in den Herbst hinein stets schmackhafte Tomaten geerntet werden. Um eine prächtige Entfaltung zu ermöglichen, ist ein großes Gefäß notwendig. Der Topf oder Kübel sollte mindestens 10 bis 20 Liter fassen. Werden zwei Tomatenpflanzen pro Pflanzkübel aufgezogen, ist ein Volumen von rund 30 bis 40 Litern empfehlenswert.

Auf diese Weise haben die Tomatenpflanzen die Möglichkeit, sich auch im unteren Bereich stark auszubreiten. Dies fördert das üppige Wachstum. Im anderen Fall schnellen die jungen Tomatenpflanzen eher in die Höhe. Dies verhindert die günstige Ausbildung der Früchte. Auch wird die Pflanze anfälliger für witterungsbedingte Unfälle.

Grundsätzlich gilt:

  • umso größer das Pflanzgefäß, desto einfacher die Kultur
  • je kleiner der Töpfe sind, umso wichtiger ist die intensive Nährstoffversorgung

Tipp: Umso größer der Topf ist, desto höher ist auch sein Gewicht. Sollte auf Terrasse oder Balkon ein zeitweiser Platzwechsel notwendig sein, empfiehlt es sich, ein Rollbrett (Pflanzenroller) unter die Tomatenpflanze zu setzen.

Tomatenpflanze im Topf

Tomatensorte auswählen

Tomatensorte nach verfügbarem Platz auswählen

Heute bietet der Fachhandel zahlreiche Tomatenvariationen als Jungpflanzen oder auch als Samen zur eigenen Anzucht an. Bei der Wahl der bevorzugten Tomatensorte sollten verschiedene Aspekte beachtet werden. Im ersten Schritt ist die Größe der Pflanze als auch ihrer Früchte in den Blick zu nehmen. Von diesen Maßen hängt die benötigte Menge an Erde ab. Daraus lässt sich die Größe des benötigten Kübels ableiten. Folgende Arten gehören zu beliebten Kübeltomaten.


Tomatensorten

Tiny Tim

  • Wuchshöhe: 30 Zentimeter
  • Früchte: klein
  • Substrat: drei bis fünf Liter
  • Topfgröße: 19 bis 23 Zentimeter

Minibel

  • Wuchshöhe: begrenzt
  • Früchte: 10 bis 20 Gramm
  • Substrat: zwei bis drei Liter
  • Topfgröße: 17 bis 19 Zentimeter

Fuzzy Wuzzy

  • Wuchshöhe: circa 50 Zentimeter
  • Früchte: rot-gelb gestreift, circa 40 Gramm
  • Substrat: sieben bis neun Liter
  • Topfgröße: 25 bis 27 Zentimeter

Balkonstar

  • Wuchshöhe: populärste Kleinsorte
  • Früchte: bis 50 Gramm
  • Substrat: fünf bis sieben Liter
  • Topfgröße: 23 bis 25 Zentimeter

Cocktailtomaten

Vorrangig sind es sogenannte Cocktailtomaten, welche sich für den Tomatenanbau in Kübeln eignen. Stehen Gefäße mit einem Fassungsvermögen von mindestens 40 Litern zur Verfügung, gedeihen diese 100 bis 150 Zentimeter hohen Tomatenpflanzen auf Balkon oder Terrasse prächtig.

Cocktailtomaten mit Strauch

Beliebte Cocktailtomaten:

  • Sweet Million
  • Gold Nugget
  • Piccolino

Tomaten Anbau

Tomate zu Hause anbauen: Pflanzgefäß befüllen

Bevor das notwendige Pflanzsubstrat eingefüllt wird, sind im unteren Bereich des Kübels größere Steine oder Tonscherben zu platzieren. Diese verhindern, dass das Abzugsloch verstopft und nicht genutztes Wasser nicht abfließen kann.

Nach dem der Pflanzkübel etwa bis zur Hälfte mit Tomatensubstrat gefüllt werden. Danach folgt die Pflanze mittig. Nach dem Auffüllen des restlichen Bereichs, ist die Pflanzerde festzudrücken, um die Bildung von Luftlöchern zu verhindern. Es empfiehlt sich, einen Gießrand von mindestens zwei bis drei Zentimetern zu belassen. Wird die Tomatenpflanze etwas schräg in das großzügige Pflanzgefäß eingesetzt, bildet sie zusätzliche Seitenwurzeln aus. Dies erhöht die Stabilität im Topf.

Tomaten brauchen das richtige Substrat

Tipp: Damit die Tomatenpflanze auf Terrasse oder Balkon nicht gleich beim ersten Windstoß umfällt, empfiehlt es sich, den mindestens zwei Meter langen Pflanzstab beim Eintopfen in den Kübel tief in die Erde zu versenken. Zusätzlich wird die Pflanze an einigen Fixpunkten direkt am Stab angebunden, da sie nicht nur in die Breite, sondern auch stark in die Höhe wächst.

Tomaten auf Balkon

Tomatenkultur auf Balkonien: Nährstoffe nicht vergessen

Um eine erfolgreiche Tomatenernte verzeichnen zu können, genügt es nicht, die Töpfe mit normaler Pflanzerde zu befüllen. Schließlich kommt es nicht nur auf die richtige Menge, sondern vielmehr auf die nährstoffreiche Mischung des Substrats an.

Zur Tomatenkultur sind folgende Nährstoffe sehr wichtig:

  • Kalium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • weitere Mineralstoffe

Ein wachstumsfördernde Pflanzsubstrat für Tomaten ergibt durch die Mischung von:

  • Gartenerde: alternativ Anzuchterde
  • reifer Kompost: großzügig untergemischt
  • etwas Sand oder Kies: fördert die Durchlässigkeit für Wasser, verhindert Staunässe

Hinweis: Tomatenpflanzen gehören zu den Starkzehrern. Damit ihrer Entwicklung kontinuierlich fortschreiten kann, empfiehlt sich eine regelmäßig hohe Nährstoffzufuhr. Neben selbst hergestellten Pflanzenbrühen eignen sich hierfür auch organische Dünger. Alternativ dazu können kleingeschnittene Tomatenabfälle zum Einsatz kommen. Eine Überdüngung ist zu vermeiden.

Tomaten brauchen im Topf oder Kübel die richtige Erde

Auch das selbst gebaute Hochbeet eignet sich ausgezeichnet für den Anbau von Tomaten zu Hause. Der Vorteil gegenüber der Kultur im Kübel ist hier, dass die Nährstoffversorgung die gesamte Saison über gesichert ist. Wenn zusätzlich auf einen Abstand von circa 70 bis 80 Zentimeter zwischen den einzelnen Tomatenpflanzen geachtet wird, steht der üppigen Ernte von Tomaten im Selbstversorgergarten nichts mehr im Weg. Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang der passende Regenschutz als auch geeignete Gemüsesorten zur Mischkultur mit Tomaten.

 

Tipp: Bei günstiger Standortwahl und ausreichend nahrhaftem Pflanzsubstrat verlängert sich die Tomatenernte auf Terrasse oder Hochbeet im Gegensatz zur Freilandkultur im eigenen Garten.

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