Home Tomatenanbau Tomatengewächshaus: worauf es bei der Auswahl ankommt – Ratgeber

Tomatengewächshaus: worauf es bei der Auswahl ankommt – Ratgeber

von Marc
Tomatendach

Mit einem Tomatengewächshaus lassen sich die Ernteerträge wesentlich steigern. Lesen Sie hier, wie sich Tomatenhäuser unterscheiden und was es beim Kauf zu beachten gilt!

In der Freilandkultur sind die Tomatenpflanzen jedoch der Witterung ausgesetzt, wobei vor allem Regen und Wind den Gewächsen schaden können. Wer jedoch genug Platz im Garten hat, kann die Tomaten jedoch geschützt in einem Tomatengewächshaus anbauen. Denn das kleine Häuschen bietet die optimalen Voraussetzungen für den Tomatenanbau und sorgt somit für eine ertragreiche Ernte.

Vorteile von Tomatengewächshäusern

Tomatengewächshäuser sind perfekt auf den Tomatenanbau ausgelegt, denn sie bieten den Pflanzen nicht nur Schutz, sondern zugleich die optimalen Wachstumsbedingungen. Das macht sich natürlich bei der Ernte bemerkbar, denn die bestmöglichen Klimabedingungen lassen die Früchte regelrecht sprießen. Außerdem sprechen folgende Gründe für den Kauf eines Tomatengewächshauses:

  • Schutz vor Kälte, Regen und Wind
  • geringeres Risiko von Krankheiten
  • sehr funktionell und einfach aufgebaut
  • günstig in der Anschaffung
  • platzsparend

Welche Tomatengewächshäuser gibt es?

Tomatenpflanzen im GewächshausDie Auswahl an unterschiedlichen Tomatengewächshäusern ist groß, sodass mit Sicherheit für jeden Hobbygärtner das passende dabei ist. Die einzelnen Exemplare unterscheiden sich unter anderem in der Bauart und den verwendeten Materialen. Das macht sich natürlich auch im Preis bemerkbar, denn hochwertige Modelle können durchaus mit mehreren Hundert Euro zu Buche schlagen.

Einfache Tomatenhäuser
Günstige Exemplare sind meist mit einer Türöffnung mit Reißverschluss und einer fensterähnlichen Öffnung ausgestattet. Außerdem enthalten viele günstige Modelle ein gitterartiges Gewebe, welches Schädlinge fernhalten soll.

Hochwertige Tomatenhäuser

Im Gegensatz zu einfachen Tomatenhäusern stellt man diese Modelle meist auf einem Fundament. Auch sind sie oft mit einer Tür ausgestattet, welche sich teilweise sogar ganz entfernen lässt.


Ahnlehngewächshaus
Wenn nicht ausreichend Platz für ein frei stehendes Tomatenhaus zur Verfügung steht, kann ein Anlehngewächshaus eine gute Alternative darstellen. Dieses lehnt man einfach an die Hauswand, sodass diese als Rückwand fungieren kann.

Hinweis: Wer handwerklich geschickt ist, kann ein Tomatengewächshaus natürlich auch selbst bauen. Allerdings lohnt sich der Aufwand meist nicht, vor allem da es Tomatenhäuser mittlerweile recht günstig zu erwerben gibt.

Welche Größe ist optimal?

In erster Linie spielt natürlich das vorhandene Platzangebot eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Tomatengewächshauses. In weiterer Folge sollte überlegt werden, welche Tomatensorten man anbauen möchte. Denn viele Tomaten haben unterschiedliche Anforderungen an den Platz. Während einige Tomaten eher in die Höhe oder sehr ausladen wachsen, bleiben andere vergleichsweise kompakt und überschaubar. Folgende Faktoren können bei der Auswahl der richtigen Größe behilflich sein:

  • 1 Tomatenhaus bietet meist Platz für 3-5 Pflanzen
  • Pflanzabstand grundsätzlich 60-70 cm
  •  kann im Tomatenhaus jedoch geringer ausfallen

Tipp: Auch die Höhe von Tomatenpflanzen darf nicht vergessen werden, denn einige Pflanzen können bis zu zwei Meter hoch werden. Wenn solche Sorten angebaut werden, sollte das Tomatengewächshaus dementsprechend hoch sein.

Standort berücksichtigen

Neben der Größe ist auch der zukünftige Standort des Tomatengewächshauses zu berücksichtigen. Tomaten haben es gerne warm und bevorzugen daher einen möglichst sonnigen und hellen Standort. Doch nicht nur die Sonnenstunden spielen eine Rolle beim optimalen Standort, denn im Idealfall wird erfüllt das Plätzchen folgende Voraussetzungen:

  • windgeschützt
  • ideal hinter einer Sichtschutzwand
  • oder neben einer Hecke
  • offene Seite entgegen der Wetterseite platzieren
  • Boden soll locker sein

Hinweis: Das Tomatenhaus kann im Normalfall nach der Saison abgebaut und im Frühjahr wieder aufgestellt werden.

Welche Merkmale sollte Tomatengewächshaus haben?

Regenschutz für TomatenTomatenhäuser unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe, sondern auch teilweise durch ihren Aufbau. Wer die bestmögliche Ernte erzielen möchte, sollte jedoch ein Gewächshaus mit folgenden Merkmalen erwerben:

UV-beständig
Das Tomatenhaus wird im Idealfall auf einem sonnigen Plätzchen aufgestellt. Dementsprechend ist das Material der Sonne ausgesetzt, wodurch es beschädigt werden kann. UV-beständiges Material ist davor geschützt und somit länger haltbar.

wasserabweisend
Tomaten haben zwar gerne einen feuchten Untergrund, allerdings mögen sie es nicht feucht. Das Tomatenhaus soll den Pflanzen unter anderem als Schutz vor Regen dienen, sodass die Blätter nicht nass werden.

verschließbare Öffnungen
Verschließbare Türen und Fensteröffnungen erleichtern nicht nur das Arbeiten, sondern sorgen zugleich für eine bessere Durchlüftung. Dadurch werden die Luftfeuchtigkeit sowie das Risiko von Krankheiten deutlich verringert. Außerdem können Bienen durch die Öffnungen zu den Tomatenpflanzen gelangen und diese bestäuben.

UV-Schutz
Tomaten zählen zwar zu den Sonnenliebhabern, allerdings können auch sie einen Sonnenbrand bekommen. Insbesondere in besonders heißen und trockenen Perioden ist es daher ratsam, die Pflanzen mit einem UV-Schutz vor Verbrennungen zu schützen.

Tipp: In einigen Tomatengewächshäusern sind bereits Rank-Ketten integriert, an denen mand die Tomaten problemlos anbinden kann. Dies ist vor allem für hochwachsende Stabtomaten von Vorteil.

Vorsicht vor Billigware!

Mittlerweile gibt es etliche Anbieter für Tomatengewächshäuser, allerdings sind nicht alle Exemplare empfehlenswert. Insbesondere bei Billigware ist Vorsicht geboten, denn oftmals handelt es sich hierbei um minderwertige Tomatengewächshäuser. Meist bestehen diese nur aus einer Gitternetzfolie und einem Metallgestänge. Diese Billig-Tomatengewächshäuser machen womöglich einen guten Eindruck, allerdings sind sie sehr häufig instabil. Die eigentliche Schutzfunktion des Tomatenhauses wird dadurch beeinträchtigt:

  • bei starkem Regen biegt sich das Dach durch
  • Kunststoffwinkel können bei Windböen brechen
  • Sturm kann Tomatenhaus aus Verankerung reißen

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