Tomatensaft

Tomatensaft, ein Klassiker …

Der Klassiker unter den Gemüsesäften ist der Tomatensaft. Rund 40 Millionen Liter Tomatensaft werden laut Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie in Deutschland jährlich konsumiert. Damit gehört der rote Saft neben Orangen- und Apfelsaft zu einem der beliebtesten Säfte der Deutschen.

Doch neben dem aromatischen Geschmack bietet Tomatensaft noch zahlreiche weitere Vorzüge. Er lässt sich vielseitig einsetzen und liefert zahlreiche Vitamine und Spurenelemente. Darüber hinaus fördert er die Gesundheit und hilft im Kampf gegen überflüssige Pfunde.

Tomatensaft kann sehr vielseitig genutzt werden und dient sowohl als Grundlage für Tomatensauce, Dips und Suppen als auch zur Verfeinerung von Speisen sowie zur Herstellung von Cocktails wie der bekannten Bloody Mary. Tomatensaft eignet sich aber auch zum puren Genuss, ist besonders sättigend und bietet zum Beispiel bei Diäten eine gesunde Zwischenmahlzeit.

Tomatensaft über den Wolken

Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts trinkt jeder Deutsche durchschnittlich nur einen bis zwei Liter Gemüsesaft im Jahr. Umso erstaunlicher sind die Zahlen der Lufthansa AG. Die Fluggesellschaft allein schenkt jährlich 1,6 Millionen Liter Tomatensaft aus – 100.000 Liter mehr als Bier. Demzufolge ist Tomatensaft eines der meist konsumierten Getränke in Flugzeugen. Aber warum ist das so?

Forscher des Fraunhofer Instituts fanden bei einem Test mit 100 Versuchspersonen unter simulierten Flugkabinenbedingungen heraus, dass der niedrige Luftdruck sowie die geringe Luftfeuchtigkeit (zwischen 5 und 15 Prozent) den Geschmack von Getränken und Speisen verändern. Aromastoffe, Salz, Pfeffer und Zucker werden weniger intensiv wahrgenommen.

Der Tomatensaft wirkt über den Wolken kühler und fruchtiger als am Boden. Neben den veränderten Bedingungen von Luftdruck und -feuchtigkeit führt auch der “me too”-Effekt, oder der “Herdentrieb” dazu, dass Tomatensaft im Flugzeug stärker konsumiert wird. Hat erst einmal ein Fluggast den roten Saft bestellt, ordern auch andere Passagiere das fruchtige Getränk.

Ganz gleich aus welchen Beweggründen: Tomatensaft eignet sich optimal zum Genuss an Bord eines Flugzeuges, da über den Wolken die Luftfeuchtigkeit gering ist. Der Körper benötigt mehr Flüssigkeit und Elektrolyte. Elektrolyte sind in Wasser gelöste Mineralstoffe, die Tomatensaft reichlich enthält. Das Trinken von Tomatensaft beugt im Flugzeug Nervosität, Wadenkrämpfen und Übelkeit vor. Weiterer Vorteil beim Genuss von Tomatensaft: Er ist dickflüssig und führt somit nicht so schnell zum Harndrang. Im Gegensatz dazu sorgen Kaffee oder Bier im Flugzeug zu verstärktem Harndrang.

Tomatensaft – Geschichte und Herstellung

Schon die Azteken, Inkas und Mayas verabreichten Tomatensaft als Arzneimittel gegen Krankheiten. Dabei verwendeten sie eine Mischung aus frischem Tomatensaft, Kürbiskernen, Chilischoten und Agavensaft; oder zum Beispiel bei geschwollenem Hals eine Mixtur aus Tomatensaft und Salz sowie zerdrückte Samen aus verschiedenen Bäumen.

Im europäischen Raum wurden dem Saft aus Tomaten zunächst giftige Eigenschaften zugeordnet, was sich im Laufe der Jahrhunderte jedoch stark wandelte. Bereits im 18. Jahrhundert galt Tomatensaft als heimlicher Liebestrank.

Die heute für die Herstellung von Tomatensaft in Europa benötigten Tomaten wachsen in Anbaugebieten von sonnenreichen Ländern wie Spanien und Italien. Die reifen Tomaten werden nach dem Ernten kurz in heißem Wasser gebrüht, um sie anschließend von Schale und Strunk zu befreien. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Blanchieren.

Durch diesen Prozess werden die Enzyme der Pflanze blockiert, die für Verfärbungen und geschmackliche Veränderungen verantwortlich sind. Die Tomaten behalten ihre ursprüngliche Farbe sowie ihren Geschmack. Viele Hersteller von Tomatensaft gewinnen anschließend aus den blanchierten Tomaten ein Tomatenkonzentrat. Dieses Konzentrat kann unabhängig von der Saison gelagert und bei Gebrauch später wieder mit Wasser verdünnt und je nach Rezeptur mit Salz, Zitronensaft und Gewürzen angereichert werden. Es gibt allerdings auch Tomatensäfte im Handel, die nicht aus Konzentrat hergestellt werden. Man erkennt diese Tomatensäfte an der Kennzeichnung “Direktsaft”.

Tomatensaft: Der Direkte

Der Tomatensaft, der aus Direktsaft hergestellt wird gilt als besonders natürlich und reich an Vitaminen und Mineralien. Kenner lieben den Direktsaft aufgrund seines ausgeprägten fruchtigen und vollmundigen Aromas. Um diesen intensiven Geschmack zu erreichen, werden beim Direktsaft die reifen Tomaten direkt nach der Ernte schonend verarbeitet. In einem Liter Tomatendirektsaft stecken zwischen 15 und 20 sonnengereifte Tomaten, die meist nur noch mit einer Prise Meersalz verfeinert werden. Auf den Zusatz von Zucker, Konservierungsstoffen, Farbstoffen oder künstlichen Aromen wird von den meisten Direktsaft-Herstellern verzichtet.

Die Kraft aus dem roten Saft

Tomatensaft ist ein echter Vitamin- und Spurenelementespender. Neben den Vitaminen A, B1, B2, C, E enthält der rote Saft zahlreiche Spurenelemente wie Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium und Kalium und Alkaloide Narcotin, 5-Hydroxy-Tryptamin und Tryptamin. Aufgrund des kurzen Erhitzens bei der Herstellung enthält Tomatensaft eine viel höhere Konzentration des Pflanzenfarbstoffes Lycopin als Tomaten. Lycopin gehört zu den Antioxidantien und Radikalfängern, die vor Zellschädigungen schützen. Der natürliche Pflanzenstoff Lycopin im Tomatensaft soll aus diesem Grund auch die Abwehrkräfte stärken und Krebs vorbeugen. Reife Tomaten haben je 100 Gramm Frucht einen Lycopin-Anteil von etwa 3,9 bis 5,6 mg.

Tomatensaft ist mit ca. 50 Kilokalorien pro Glas im Vergleich zu Apfel- oder Orangensaft recht kalorienarm, reich an Ballaststoffen und vom Darm besonders einfach zu verdauen. Er enthält kein Fett und kaum Kohlenhydrate. Aus diesem Grund eignet er sich auch für die Ernährung bei Diabetes.

Studien des Instituts für Ernährungsphysiologie der Bundesforschungsanstalt für Ernährung & Lebensmittel haben darüber hinaus ergeben, dass Tomatensaft täglich konsumiert das LDL-Cholesterin reduziert und Schädigungen an der DNA vorbeugt. Das schädliche LDL-Cholesterin (LDL für Low Density Lipoprotein) ist ein gebundenes Cholesterin, das sich in der Leber mit Eiweiß verbindet und im Blutkreislauf ablagert. Dies kann zur Verengung der Blutgefäße und zur Erhöhung des Schlaganfall-Risikos führen. Tomatensaft reduziert die Produktion des schädlichen LDL-Cholesterins und beugt so indirekt auch Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Fettleibigkeit sowie Diabetes vor.

Diät – Tomatensaft gegen Heißhunger

Tomatensaft bietet 13 Vitamine, u. a. einen ausgesprochen hohen Gehalt an Vitamin C sowie 17 Mineralien und Spurenelemente. Dabei wirkt vor allem das Spurenelement Kalium bei Diäten entschlackend. 100 ml Direktsaft enthalten in etwa 17 kcal bzw. 73 kJ, was in Broteinheiten 1BE=400 ml entspricht. Im Vergleich dazu enthält die gleiche Menge Orangendirektsaft 44 kcal und verfügt über einen Brennwert von 184 kJ. 100 ml Apfelsaft enthalten stolze 47 kcal bzw. einen Brennwert von 196,78 kJ.

Aufgrund der pürierten Form und der dickflüssigen Konsistenz von Tomatensaft wird dieser vom Magen besonders gut aufgenommen und als stark sättigend empfunden. Der Magen gibt das Sättigungsgefühl schneller an das Gehirn weiter und Heißhunger-Attacken werden vermieden. Ernährungswissenschaftler empfehlen Tomatensaft im Rahmen einer Diät sowohl als Zwischenmahlzeit als auch als Ersatz für eine Hauptmahlzeit.

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